Kiefer

Von allen heimischen Baumarten hat die Kiefer heute das größte, natürliche Verbreitungsgebiet. Sie ist von Spanien über ganz Europa bis zur polaren Waldgrenze und weiter ostwärts über Sibirien bis in den nordasiatischen Raum verbreitet. Für den Bühnenbereich kommt jedoch ausschließlich die nordische Kiefer zum Einsatz.

Bei der Kiefer ist das äußere Splintholz farblich scharf vom inneren Kernholz getrennt. Das je nach Baumalter und Standort mehr oder weniger schmale Splintholz (2-6 cm breit) ist gelblichweiß, das Kernholz rötlichgelb gefärbt.

Die Jahrringe sind deutlich voneinander abgesetzt. Das gegenüber dem hellen Frühholz merklich dunklere Spätholz ist auch innerhalb der Jahrringe relativ scharf abgesetzt und bewirkt auf den Längsflächen markante Streifen. Die zahlreich ausgebildeten Harzkanäle sind deutlich größer als bei Fichte oder Lärche und lassen sich auf sauberen Querschnitten bereits mit bloßem Auge erkennen. Kiefernholz riecht frisch eingeschnitten angenehm harzig-aromatisch
Das Holz ist fest und dennoch elastisch, relativ leicht und mäßig hart.
Stämme bis 20m astfrei und 1,0m stark

Gewicht Schnittholz

(lufttrocken): ≈520 kg/m2
(gedarrt): ≈0,42 g/cm2

Druckfestigkeit

(lufttrocken): ≈45 N/mm2

Biegefestigkeit

(lufttrocken): ≈80 N/mm2

Die geringe Belastbarkeit sowie die Asthaltigkeit des Holzes machen die Kiefer für den Einsatz als Bühnenboden nur bedingt geeignet. Die Kiefer sollte nur in Bereichen mit geringer Belastung wie z.B. Orchestergraben (-erweiterung) oder auf Lagerflächen verwendet werden. Die Kiefer kann nicht mit stehenden Jahresringen produziert werden, dies führt zu einem Abschälen der Holzoberfläche bei Belastung und starker Nutzung.

Bühnenboden: Kiefer
Kiefer